BEWERBUNGSTIPPS
Bewerbungs-Knigge:
Dieser Bewerbungs-Knigge wurde erstellt von den Wirtschaftsjunioren. Hier berichten Arbeitgeber worauf es ihnen wirklich ankommt.
Das Anschreiben - Der erste Einblick in deine Persönlichkeit
Der erste Satz ist immer der Schwerste. Das geht auch dem erfolgreichsten Schriftsteller so. Denn die ersten Worte entscheiden darüber, ob sich der Leser für das, was du ihm im Folgenden zu bieten hast, interessiert oder nicht. Mit dem klassischen "Hiermit bewerbe ich mich..." wistd du ziemlich sicher die Hoffnungen eines Personalchefs im Keim ersticken, dass du zu den höchstens 50 Prozent der Bewerber gehörst, die um eine individuelle und originelle Vorstellung ihrer Person bemüht sind. Sein Interesse an dir wird naturgemäß nicht das größte sein.
Mit einem spannenderen Einstieg hast du also schon eine gute Chance, sich von der Masse der Mitbewerber abzuheben und einen "Aufmerksamkeitsvorschuss" von deinem potentiellen Arbeitgeber zu bekommen.
Ganz wichtig ist es, den Adressaten deiner Bewerbung namentlich anzusprechen. Die einstige Standardformulierung "Sehr geehrte Damen und Herren" hat ausgedient und zeigt heute nur noch Desinteresse oder mangelnde Motivation, den eigentlichen Adressaten herauszufinden. Ist der Name nicht in der Stellenanzeige erwähnt, empfiehlt sich ein Anruf in der Telefonzentrale des entsprechenden Unternehmens.
Das gelungene Bewerbungsfoto - Sympathie als Türöffner
Mit einem gelungenen Bewerbungsfoto kann sich ein potentieller Arbeitgeber im wahrsten Sinne des Wortes ein Bild von dir machen. Es geht dabei nicht um einen Schönheitswettbewerb, sondern um etwas viel Wichtigeres: Sympathie. Denn für einen Personalchef ist nicht nur deine fachliche Kompetenz, sondern auch deine persönliche Ausstrahlung wichtig. Passt du vom Typ her in die Firma?Vermittelst du Energie und Leistungsbereitschaft?
Bist du dem Betrachter sympathisch, sieht ein Personalchef vielleicht großzügiger über kleinere Mängel hinweg. Ein Foto, das all das schafft, läßt du am besten bei einem professionellen Fotografen machen.
Die formalen Standards - Grundregeln für eine gelungene schriftliche Bewerbung
...ein paar Grundregeln für eine erfolgreiche Bewerbung:
· Verwende grundsätzlich weißes, unliniertes Papier. Für das Anschreiben, den Lebenslauf, ggf. die "dritte Seite" und das Deckblatt (bzw. Inhalts- oder Anlagenverzeichnis) ist auch dezent getöntes Papier in grau oder beige möglich. Verwende DIN A4 Format. Die richtige Papierstärke, um allzu starkes Knittern zu vermeiden, ist 80, besser 100g/m2; für Fotokopien 70, besser 80 g/m2.
· Achte darauf, dass deine Anlagen sauber und gerade kopiert sind (keine schwarzen Seitenränder oder abgeschnittene Zeilen!). Die Unterlagen selbst sollte natürlich sauber, fleckenlos und knitterfrei in einer ansprechenden handlichen Mappe präsentiert werden. Achte beim Ausdruck darauf, dass es keine unschönen Seitenumbrüche gibt, der Tintenstrahldrucker nicht schmiert oder auf der letzten Seite seinen Geist aufgibt.
· Gebe dem so genannten "Flattersatz" den Vorzug vor dem Blocksatz. Er wirkt lebendiger. Lasse auf der linken Seite einen Rand von 4 cm, auf der rechten Seite einen Rand von 3 cm. Gliedere deinem Text in ansprechende, nicht zu lange Absätze, um einen guten Überblick zu gewährleisten.
· Das Anschreiben gehört lose auf Ihre Bewerbungsmappe.
· Sortiere deine Anlagen nach Aktualität und Aussagekraft.
· Schreibe jede Bewerbung individuell. Jede Stellenanzeige hat andere Anforderungen, auch wenn sie aus derselben Branche stammen.
· Vergesse deine Unterschrift nicht. Sie gehört unter das Anschreiben, den Lebenslauf und die "dritte Seite". Unterschreibe mit königsblauer Tinte und leserlich.
Tipp: Laße Familie und Freunde oder Bekannte deine Bewerbung Korrektur lesen. Sie sehen Rechtschreibfehler, Widersprüche und logische Ungereimtheiten sofort, weil sie objektiver sind als du. Außerdem können sie dir sagen, ob deine Bewerbung zu dir passt und du dich gut verkauft hast.
Hier findest du ein weitere hilfreiche Links:
Die telefonische Bewerbung >>
Die schriftliche Bewerbung >>
Das Deckblatt >>
Der Lebenslauf >>
Die dritte Seite >>
Der Bewerbungsflyer >>
Was tun wenn keine Antwort kommt >>
